Praxistage in Zürich

Hallo und Willkommen zurück. Schön, dass ihr wieder dabei seid.

Heute berichte ich euch über die Praxistage. Diese fanden für mich in Zürich statt und waren von Mittwoch bis Freitag. Ich bin schon am Dienstag angereist, weil ich sonst deutlich zuspät gekommen wäre. Bei diesem Seminar waren wir nur eine Teilgruppe von acht Freiwilligen, weil der andere Teil der Gruppe schon auf den Praxistagen in Nürnberg und Wien war.

Am Mittwoch konnte ich somit ein wenig länger schlafen und ganz entspannt mit Frühstück und Lesen in den Tag starten. Um 11:45 begann es mit einem Gottesdienst mit den Jesuiten, bei welchen wir auch unterkommen durften. Das Mittagessen fand mit den Patern statt. Die erste Einheit drehte sich um das Thema, was uns als Freiwillige so beschäftigt, nachdem es jetzt langsam ernst wird und die Ausreise immer näher rückt. Anschließend kam Christoph Albrecht ein Jesuit, er hat über sein Leben erzählt und über die Entstehung des Jesuitenorden durch Ignatius von loyola. Ebenfalls hat er über Spiritualität referiert. Die darauffolgende halbe Stunde hatten wir Zeit unseren eigenen Glaubensweg zu reflektieren und uns über die Frage „Wo stehen wir gerade auf unserem Lebensweg“ Gedanken zu machen. Nach der Reflexion haben wir unsere Einsichten mit einem Mitfreiwilligem geteilt, was bei mir in einem schönen Gespräch geendet hat. Zum Abendessen gab es dann Pasta mit verschiedenen Soßen. Der Tag war aber noch nicht zu Ende, denn gemeinsam haben wir noch Fallbeispiele angeschaut und uns gefragt, was wir in dieser Situation tun würden.

Zum Abschluss des ersten Abends gab es einen Abendimpuls. Danach sind alle Freiwilligen zum Zürichsee gelaufen und nochmal reingesprungen, bevor es endgültig dunkel wurde. Dazu gibt es auch ein Bild auf meinem Instagram-Profil.

Der Donnerstag startete mit einem Impuls, wie übrigens alle Seminare begannen und endeten. Nach dem Frühstück begann die erste Einheit. Hier beschäftigten wir uns sich mit dem Thema „Gerechtigkeit und deren Prinzipien“. Näheres berichte ich dir in meinem Podcast Be Aware. Danach kam das lange gehütete Experiment!  Das Experiment ging um Armut. Wir gingen in die Stadt. Die Aufgabe war, uns mit armen Menschen zu unterhalten und jeder hatte eine spezielle Aufgabe, die er zu erfüllen hatte. Wer sich hierfür mehr interessiert, schaut auch einfach mal auf meinem Podcast vorbei die Folge heißt Praxistage, dort werde ich auch erzählen wie es mir so ergangen ist. Nach einer halbstündigen Pause erwartete uns die nächste Einheit mit dem Missionsprokurator Toni Kurmann. Er hat über “Jesuiten Weltweit“ gesprochen, uns das Buch „Die Jesuiten“, sowie den Film „Silence“ der grade erst im Kino war und über die Missionierung von Jesuiten handelt, vorgestellt, sowie ebenso über den Jesuitenorden und dessen Entwicklung über die Jahrhunderte berichtet. Danach befassten wir uns mit Organisatorischem wie z.B. Visum, Auslandsversicherung, Zusatzvereinbarung.

Anschließend kam das Spezialitätenessen. Jeder Freiwillige hatte aus seiner Region eine Spezialität mitgebracht. Es gab Currywurst aus Berlin, Käse aus der Schweiz und aus dem Allgäu, Bier aus Bamberg und Zürich und noch vieles mehr. Der Abend endete mit ein paar Runden Werwolf und netten Gesprächen.

Am Freitag, unserem letzten Tag des Seminars, begann mit Zimmer aufräumen. Hinterher gab es eine alternative Stadtführung mit der Organisation „Surprise“. Diese wurde von zwei ehemaligen Obdachlosen geführt. Ewald war früher ein Workaholic. Nach seinem Zusammenbruch und seiner Reise entschieden er sich dazu, freiwillig als Obdachloser zu leben. Beide haben uns gezeigt, welche Institutionen die Stadt Zürich hat, die sich um die Obdachlosen kümmern. Ebenso haben sie uns über die offene Drogenszene in Zürich erzählt. Dann gab es Mittagessen und zum Abschluss eine Zusammenfassung der drei Tage.

Damit war das Praxisseminar um und meine Reise rückt nun immer näher.  Aber noch gibt es viele Vorbereitungen zu erledigen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr diesen Blogbeitrag mit all euren Freunden teilt, damit so viele Menschen wie möglich erfahren, was ich mache und an dieser Erfahrung teilhaben können.

Euer Janik


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